Sieben Jahre lang haben wir -aus verschiedenen Gründen- auf einen Irland-Urlaub verzichtet, verzichten müssen. Jetzt war es endlich wieder so weit. Bereits im Winter war alles geplant: Flüge, Unterkünfte, Mietwagen. Und wie immer wollen
wir unsere kleine Reise dokumentieren und mit einigen Tipps und Links für die Leser dieser Seite garnieren.
Nach vielen anderen Methoden (HTML, Focusky, Sway) nutze ich dieses Mal „WordPress“, weil es modern und „responsiv“ ist, d.h. die Seite wird auf allen Geräten sauber angezeigt.
Nun aber los!
Ausgangspunkt unserer Reise war wie immer der nahegelegene Regional-Flughafen in Memmingen.
Das Thema „Parken“ hatte sich in diesem Jahr erledigt. Schön, wenn man erwachsene Kinder mit (inzwischen) vernünftigen Autos hat. So stand uns eine persönlicher Taxi-Dienst zur Verfügung.
Danke Sina!
Für alle „Selbstfahrer“: In den vergangenen Jahren haben wir immer den Parkplatz der Firma Lorenz, der fußläufig zum Terminal liegt, genutzt.
Der Anflug auf Dublin ist immer wieder eine Freude. Unser Flugzeug drehte vor der Landung noch eine Platzrunde, so dass wir einen wunderschönen Blick aus relativ geringer Höhe auf die grünen Wiesen mit den traditionellen Steinwälle hatten.
Der Flug
Buchung – Check in – Flug
Alles wie immer völlig problemlos mit Ryanair.
Interessanterweise dauert ein Flug von Memmingen nach Dublin jetzt 2:25 h. Früher waren das einmal 2:15 h. Die Distanz hat sich zwar nicht verändert, aber Ryanair kann dafür bei fast jedem Flug für sich in Anspruch nehmen, wieder
einmal pünktlich gewesen zu sein.
Unser Tipp für die Buchung:
Sitzplatzreservierung und „Priority-Boarding“ kosten ein paar Euro extra. Das zahlt sich aber aus, weil das Boarding dann wesentlich stressfreier stattfindet.
Und noch ein (unverbindlicher!) Hinweis:
Bei keinem unserer Flüge wurde unser Handgepäck gewogen oder vermessen.
Busfahren in Dublin
In Dublin benötigt man kein Auto. Im Gegenteil.
Parkplätze sind rar und elendig teuer. Und das Fahren im dichten Verkehr zwischen der Unzahl der Doppeldecker-Busse in der Innenstadt macht auch erfahrenen Fahrern keinen Spaß.
Es ist deshalb viel sinnvoller, eben diese Busse oder die Straßenbahn, die LUAS zu benutzen.
Unser Plan war, die ersten drei Tage in Dublin zu verbringen. Hier kam uns ein Angebot von „Dublin Bus“ entgegen. Neben anderen Angeboten gibt es die „Leap Visitor Card“. Dies ist eine vorab bezahlte Fahrkarte, die unbegrenzte
Fahrten mit verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln in Dublin ermöglicht. Dazu gehören die Doppeldecker-Busse, die Straßenbahn, sowie die S-Bahn-ähnliche DART und die Regionalzüge Commuter Rail. Nicht genutzt werden kann sie für
die Hop-on-hop-off-Busse und den Airport Express (AirLink).
Die Leap Card gibt es für 24 Stunden (8 €), 72 Stunden (18 €) und 7 Tage (24 €). Die Zeit läuft ab der ersten Benutzung der Karte. Kaufen kann man die Leap Card am Flughafen in Dublin. Laut „Dublin Bus“ gibt es die Karten bei
WH Smith (Terminal 1 Arrivals) und bei Wrights Airport Convenience Store (Terminal 1 Arrivals). Bei HW Smith gab es die Karten auf Nachfrage aber nicht! Wir haben sie dann im Wrights Airport Convenience Store bekommen. Dieser befindet sich NICHT im Terminal, sondern in dem Gebäude zwischen dem Terminal und den Bushaltestellen!
Achtung! Die Karte muss bei jedem Einstieg in einen Bus an das entsprechende Lesegerät gehalten werden.
Fun-Fakt: In diesem Jahr wurden wir zum allerersten Mal in einem Bus auf unsere Tickets kontrolliert!
Das IPA-Haus in Dublin
Mit der Linie 16 ging es dann bis zur Drumcondra Station. Gleich in der Nähe der Bushaltestelle befindet sich ein „Centra“, bei dem wir uns mit Vorräten für die ersten Tage eindeckten.
Nach einem 15-minütigen Spaziergang erreichten wir unsere Unterkunft – das nur für IPA-Mitglieder verfügbare Gästehaus der IPA (International Police Association) Irland. Die Zimmer sind einfach und zweckmäßig ausgestattet und in
der großen Gemeinschaftsküche trifft man oft auf IPA-Mitglieder aus der ganzen Welt.
Tag 1 in Dublin nutzten wir für einen Spaziergang durch die City, wobei wir die uns altbekannten Plätzen aufsuchten. Mit dem Bus ging’s zur O’Connell Street, vorbei am „Spire“, dem Wahrzeichen Dublins, und dem General Post Office (GPO), über die Liffy und gerade wegs hinein in den ersten „Gift-Shop“, Carroll’s. Zwischen der Bank of Ireland und dem Trinity College ging es weiter, über die Grafton Street zum Stephens Green Shopping Center, bevor wir uns im Stephens Green Park eine Pause gönnten.
Frisch gestärkt ging es nun wieder zurück durch die Grafton Street in Richtung Temple Bar. Vorbei am Hard Rock Café und dem berühmten Oliver St. John Gogarty schlenderten wir über die Ha’Penny Bridge -von der übrigens alle „Love Locks“, die Vorhängeschlösser, entfernt wurden- wieder in den nördlichen Teil der Innenstadt. Der Bereich um das ILAC Shopping Center erschien uns sauberer als früher. Manche Dinge, wie z.B. die Verkabelungen an den Häusern, ändern sich aber anscheinend nie!
Ein zweiter Spaziergang durch Temple Bar am Abend verlief eher enttäuschend. Eigentlich hatten wir uns -wissend, dass Temple Bar das Touri-Zentrum von Dublin ist- auf ein bisschen Irish Folk bei einem frischen Guinness gefreut. Tatsächlich spielten in den Pubs aber fast nur „Alleinunterhalter mit Gitarre“ oder kleine Bands, die sehr laute, aber kaum irische Folk-Musik machten.
„Stargate“
Dafür machten wir an diesem Abend noch eine nette Entdeckung: Ein „Stargate“ mitten in Dublin.
Nein, es war natürlich kein Stargate, wie wir es aus der gleichnamigen Sciencefiction-Serie kennen. Dieses „Stargate“ aus Stahl und Beton ist auch keine Verbindung zu einer entfernten Galaxie. Tatsächlich baut es aber über eine Webcam
und einen großen, runden Monitor wechselnde Verbindungen zu anderen „Portalen“ auf der ganzen Welt her. So ist es ganz einfach möglich, dass sich Menschen über alle Grenzen und Barrieren hinweg begegnen und sich grüßen können.
Das „Portal“ befindet sich in der N Earl Street, eine Seitenstraße der O’Connell St., Upper.
Das „EPIC“
Im Mittelpunkt unseres zweiten Tages in Dublin stand der Besuch des „EPIC“, des „irischen Auswanderungsmuseums“.
Das EPIC befindet sich am Custom House Quay und ist gut mit der Luas, der Straßenbahn (rote Linie), zu erreichen.
Der Eintritt kostet 23.- Euro für Erwachsene (Online 21.- Euro).
Für die Ausstellung benötigt man etwa 90 Minuten.
Das EPIC zeigt die Geschichte der Auswanderung und der Auswanderer, die Irland verlassen und in aller Welt eine neue Heimat gefunden haben. An zwanzig, oftmals interaktiven Stationen erfährt der Besucher, warum Menschen Irland verlassen haben, was aus ihnen geworden ist und wie sie die „irische Seele“ in Politik, Kultur, Sport und Musik in die ganze Welt hinaus getragen haben.
Die Ausstellung kann mit einem Audioguide, den man sich gegen Gebühr ausleihen oder für das Smartphone aus dem Internet herunterladen kann, begleitet werden.
Nun war es aber Zeit für unsere Fahrt an die Westküste
Mit dem Bus ging es an die Flughafen Dublin, wo wir über Check24 ein Auto bei „Enterprise Car Rentals“ gemietet hatten.
T-Roc anstatt Arona
Anstatt eines Seat Arona, den wir ursprünglich gebucht hatten, erhielten wir einen VW T-Roc, Baujahr 2025, der noch keine 10.000 km auf dem Tacho hatte.
Günstiger Kompakt SUV
Ein „Kompakt SUV“ der sehr bequem zu fahren ist und der mehr als genug Platz für zwei Personen und Gepäck bietet.
Technik, die begeistert
Mit viel Technik machte es viel Spaß, mit dem T-Roc über die irischen Straßen zu fahren.
Unser Ferienhaus
Über AirBnB hatten wir das kleine Ferienhaus „Tranquility by the sea“ bei Kinvara an der Westküste gemietet.
Das „Zwei-Zimmer-Häuschen“ bietet einen Wohnraum mit Küchenzeile und ein Schlafzimmer mit ensuit-Badezimmer. Alles war sehr sauber und gut ausgestattet. Für zwei Personen eine ideale Unterkunft.
Die Vermieter waren sehr freundlich und empfingen uns mit frischen Scones!
Tag 1 an der Westküste
Dolmen und Cliffs
Nach einem kleinen irischen Frühstück starteten wir zu unserer Tagestour.
Bei der Fahrt über den Burren statteten wir dem „Poulnabrone Dolmen“ einen kurzen Besuch ab. Weiter ging es zur den „Cliffs of Kilkee“ und danach wieder Richtung Norden zu den „Cliffs of Moher“. Eine schöne Gelegenheit, die beiden
Attraktionen miteinander zu vergleichen.
Der Poulnabrone Dolmen ist ein über 5.000 Jahre altes Portalgrab im Burren, County Clare, Irland. Er besteht aus mächtigen Steinplatten, die eine Grabkammer bilden, und gilt als eines der ältesten und bekanntesten
megalithischen Monumente des Landes.
Der Name bedeutet auf Irisch „Loch der Sorgen“ – passend für eine prähistorische Begräbnisstätte.
Die Cliffs of Kilkee sind ein spektakuläres Naturwunder auf der Loop Head Peninsula in County Clare. Im Gegensatz zu den berühmten Cliffs of Moher sind sie weniger besucht, aber ebenso beeindruckend: rau, wild
und unverbaut. Eine kleine Landstraße, ein Parkplatz am Straßenrand und keinerlei Abschrankungen oder Sicherungen lassen die Natur dort nahezu unberührt.
Die bis zu 90 Meter hohen Klippen bieten atemberaubende Ausblicke auf den Atlantik und laden zu Wanderungen entlang des gut ausgebauten Kilkee Cliff Walks ein.
Ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber!
Die Cliffs of Moher haben mit den Cliffs of Kilkee nur gemeinsam, dass es Klippen an der Westküste Irlands sind. Während die Kilkee Cliffs aber naturbelassen sind, sind die Cliffs of Moher zu 100% touristisch erschlossen. Hier erwartet den Besucher ein großer Parkplatz (Parkgebühren sind im Eintrittspreis von 10 Euro enthalten), ein großes Info-Center mit multimedialen Angeboten und mehrere Souvenir-Läden. Info-Center und Läden sind in der hügeligen Landschaft integriert. Die Cliffs of Moher sind eine der spektakulärsten Naturattraktionen Irlands – und ein echtes Postkartenmotiv! Sie erstrecken sich über rund 14 Kilometer entlang der Atlantikküste im County Clare und ragen bis zu 214 Meter senkrecht aus dem Meer. Alle Zugänge zu den Klippen sind befestigt und weitgehend behindertengerecht ausgebaut. Hohe Steinplatten schützen die Besucher an den Klippen vor einem Absturz und Sicherheitspersonal achtet auf die Einhaltung der Besucher-Regeln.
Ein Immer wieder beliebtes Fotomotiv erreichten wir dann auf dem Heimweg kurz vor Doolin. Doonagore Castle ist ein rundes Tower House aus dem 16. Jahrhundert, das malerisch auf einem Hügel thront und privat bewohnt ist. Einen öffentlichen Zugang gibt es nicht.
Tag 2 an der Westküste
Stadt-Spaziergang
Galway
Galway ist die größte Stadt an der irischen Westküste. Die Stadt ist bekannt für ihre kreative Atmosphäre, historische Gassen und musikalische Seele.
In der großen Fußgängerzone, die -wie man sieht- auch sonntags sehr belebt ist, findet man fast eben so viele „Gift-Shops“ wie in Dublin. Auch hier regiert der Tourismus.
Tag 3 an der Westküste
Kylemore Abbey
in
Connemara
Eines der meistfotografierten Motive in Irland ist sicher Kylemore Abbey, ein prachtvolles Schloss im Herzen von Connemara, das heute ein Benediktinerinnenkloster beherbergt. Wie an allen touristischen Attraktionen
findet man auch hier eine Info-Center und einen Gift-Shop.
Unsere Tour durch Connemara führte uns an vielen idyllischen Plätzen vorbei bis nach Clifden – wo es übrigens leckere Fish’n’Chips gab.
Nach unserer Rückkehr nach Dublin blieben noch ein paar Stunden Zeit, bis unser Flieger nach Deutschland startete. Diese Zeit nutzen wir dazu, am Hafen von Howth spazieren zu gehen und ein letztes, leckeres irisches Softeis zu genießen.
Das war’s.
Irland
adé
Damit war unser Kurz-Urlaub in Irland auch schon wieder vorbei.
Wie haben Altes wiedergesehen und Neues kennengelernt.
Nachdem wir sieben sonnige Tage genossen hatten, weinte der irische Himmel zum Abschied, nachdem wir im Flugzeug Platz genommen hatten.
Nicht traurig sein, Irland.
Wir kommen wieder!